Leben

Studie zeigt: Ehe für alle fördert Gesundheit und Zufriedenheit

Eine Studie hat ergeben, dass die Eheöffnung das Lebensglück homosexueller Personen fördert.

Die Universität von Illinois untersuchte unter der Leitung von Professor Brian Ogolsky, die Auswirkungen der Eheöffnung für Homosexuelle. Im Zuge eines Prozesses um die Gleichstellung homosexueller Paare wurde die Ehe für alle im Jahr 2015 in den USA eingeführt. Die Forscher wollten wissen, welchen Effekt das auf die Betroffenen hat.

Ogolsky und seine Kollegen fanden heraus, dass seit 2015 psychologischer Stress bei homosexuellen Personen abgenommen und die Zufriedenheit zugenommen hat. Dieser Effekt zeigt sich bei verheirateten und unverheirateten Paaren sowie Singles. Entscheidend scheint die Möglichkeit des Heiratens zu sein, mit der die gesellschaftliche Akzeptanz einhergeht.

Ausgewertet wurden Daten von gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Paaren in den vier Monaten vor der Eheöffnung und bis zu einem Jahr danach.

Gleichberechtigte Heiratschancen sorgen für psychisches Wohlbefinden.

Das Team rund um Ogolsky nannte Ängste, Depressionen und Zufriedenheit als ausschlaggebende Faktoren und fand heraus, dass Personen unter Stress den größten Vorteil aus der Chancengleichheit zogen.

14 Prozent der jungen Amerikaner identifizieren sich als LGBT
14 Prozent der jungen Amerikaner identifizieren sich als LGBT

Rund 14 Prozent der 18- bis 34-jährigen zählen sich selbst als lesbisch, bisexuell, schwul oder transgeschlechtlich lebende Menschen. Das bedeutet, jeder siebte Bürger der US-Staaten bis 34 Jahren gehört der LGBT-Community an.

Wer in höherem Maße der Stigmatisierung ausgesetzt war, hatte nach Eheöffnung eine stärkere Stressreduktion zu verzeichnen als andere Personen. Zugleich zeigten sich aber auch keine Nachteile für heterosexuelle Paare.

Vor dem entscheidenden Gerichtsbeschluss litten die Befragten unter Isolation und einem indirekten Trauma, was in der Folge zu stark erhöhten Stressleveln führte. Unzählige Studien zeigten, dass homo- und bisexuelle Jugendliche ein höheres Suizidrisiko aufweisen als Heteros. Der Grund liegt dabei oft in der mangelnden sozialen Unterstützung, die Homo- und Bisexuelle in ihrem Umfeld erfahren.

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