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14 Prozent der jungen Amerikaner identifizieren sich als LGBT

14 Prozent der jungen Amerikaner identifizieren sich als LGBT

Photo by Michele De Paola on Unsplash

Rund 14 Prozent der 18- bis 34-jährigen zählen sich selbst als lesbisch, bisexuell, schwul oder transgeschlechtlich lebende Menschen. Das bedeutet, jeder siebte Bürger der US-Staaten bis 34 Jahren gehört der LGBT-Community an.

Die Umfrage beruht auf dem Projekt GenForward, organisiert von der Universität Chicago. Dabei wurden fast 1.800 Millennials aus den gesamten US-Bundesstaaten befragt. Die Befragung erfolgte auf Englisch oder Spanisch. Unter Latinos ist der Anteil am höchsten. Das Ergebnis der Umfrage ist jedoch nicht zu verallgemeinern.

Die Zugehörigkeit der LGBT-Community variiert bedeutend und unterscheidet sich je nach Forschungsinstitut. Gallup startete ebenfalls eine Umfrage und konnte aus den Angaben der Befragten ein Ergebnis von sogar über acht Prozent zu Tage bringen.

Studien-Autor Vlad Medenica gab dem Sender NBC bekannt: "Als wir den Unterschied festgestellt hatten, machte sich Aufregung breit". Ein bedeutendes Ziel der Studie war es, zu erfahren, wie die Menschen von der eigenen ethnischen Zugehörigkeit geprägt werden. Auffallend sind die Ergebnisse der Latinos, denn diese tendieren prozentual am häufigsten zur LGBT-Community.

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Einen besseren Zeitpunkt hätte US-Profi-Fußballer Collin Martin kaum wählen können. Passend zum Pride-Monat setzte der Athlet ein Zeichen und outete sich.

Die neue Umfrage sollte genau hervorbringen, wie sich die Unterschiede der verschiedenen ethnischen Gruppen im Bezug auf die LGBT-Community zeigen.

Das Ergebnis ist klar. Latinas und Latinos führen mit 22 Prozent die Spitze an. Afro-Amerikaner befinden sich mit 14 Prozent an zweiter Stelle, dicht gefolgt von hellhäutigen Menschen mit 13 Prozent. Amerikaner asiatischen Ursprungs erreichten neun Prozent. "Das bedeutende Ergebnis der Latinos und Latinas gibt vor, die ethnischen Gegebenheiten in Verbindung der LGBT-Community genauer zu erforschen", so Vlad Medenica.

"Ein Grund könnte sein, dass wohl die Akzeptanz der queeren Latinos das Ergebnis ausmacht und sie offen mit ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität umgehen können" erklärte LGBT-Aktivist Herb Sosa. Noch immer sei Diskriminierung ein Thema. Viele Befragten gaben an, die Diskriminierung sei als "viel" einzustufen. Schwule und Lesben werden eher akzeptiert als transsexuelle Menschen.

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