Bis in den April

Weiterhin kritische Situation: Engpässe bei PrEP dauern an

Von Marco • 03.02.2024
Weiterhin kritische Situation: Engpässe bei PrEP dauern an

Symbolbild via Canva

Die aktuelle Situation rund um die HIV-Prophylaxe PrEP bleibt besorgniserregend. Trotz Ankündigungen, dass sich die Verfügbarkeit bald verbessern soll, dauern die Lieferengpässe für das Medikament bis in den April hinein an.

Das Wichtigste:

📦 Lieferengpass bei PrEP voraussichtlich bis April.

🏥 BfArM und Fachorganisationen arbeiten an Lösungen für die aktuellen Verfügbarkeitsprobleme.

📣 Der LSVD fordert das Bundesgesundheitsministerium auf, aktiv in die Versorgungssicherheit einzugreifen.

🤝 Politik und Gesundheitsorganisationen sind gefordert, gemeinsam die Versorgung mit PrEP zu verbessern.

Für viele Menschen, die auf PrEP angewiesen sind, bedeutet dies eine weitere lange Wartezeit in einer ohnehin angespannten Situation. Diese Verzögerungen stellen ein erhebliches Risiko für die HIV-Prävention dar.

LSVD fordert sofortiges Handeln

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) drängt angesichts der verzögerten Lösung des Problems auf sofortiges Handeln und fordert das Bundesgesundheitsministerium auf, einen nationalen Versorgungsnotstand auszurufen.

Dies sei dringend notwendig, um die Verantwortung für die Versorgungssicherheit zu zentralisieren und nicht auf Apotheken und Krankenkassen abzuwälzen.

Andre Lehmann vom LSVD-Bundesvorstand betont, wie wichtig es ist, die Versorgung mit der PrEP zu priorisieren und das Medikament als unverzichtbar für die öffentliche Gesundheit anzuerkennen.

Kritik an Bundesgesundheitsministerium

Die Reaktion des Bundesgesundheitsministeriums auf die seit Monaten gemeldeten Lieferengpässe stößt auf scharfe Kritik.

Stefan Mauss von der dagnä äußert sich frustriert über das scheinbare Desinteresse des Ministeriums, das trotz frühzeitiger Warnungen nicht angemessen reagiert habe.

Diese Untätigkeit könnte zu einem Anstieg der HIV-Neuinfektionen führen und damit die jahrelangen Bemühungen in der Präventionsarbeit zunichte machen.

Fehlende politische Maßnahmen

Die Lösung dieser Krise liegt nun stark in den Händen der Politik. Die anhaltenden Engpässe bei der PrEP machen deutlich, dass politische Maßnahmen dringend erforderlich sind, um HIV-Prävention und -Behandlung wirksam zu unterstützen.

Während Fachorganisationen nach Notlösungen suchen, ist klar, dass ohne entschiedenes politisches Handeln die Versorgungssicherheit und der Schutz vor HIV weiterhin gefährdet sind.

Die Verzögerung bis April ist mehr als nur eine logistische Herausforderung, sie ist ein ernstes Gesundheitsrisiko, das schnelles und entschlossenes Handeln erfordert.

Die aktuelle Situation erfordert eine sofortige Reaktion, um die Versorgung mit PrEP sicherzustellen und das Risiko von HIV-Neuinfektionen zu minimieren.

Tags: Prep

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