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Wie lange müssen wir bis zur nächsten Beziehung getrennt sein?

Wie lange müssen wir bis zur nächsten Beziehung getrennt sein?

Photo by Parker Gibbons on Unsplash

Gibt es einen Keuschheitsgürtel, der sich nach einer Trennung automatisch um uns legt? Solange wir uns gut fühlen, ist alles erlaubt.

"Das ging ja schnell! Du hast schon wieder einen Neuen?" ist einer der Sätze, den wir ausgerechnet nicht hören wollen, wenn wir Freunden nach einer Trennung von unserem aktuellen Date erzählen. Meistens folgt darauf nämlich ein "ihr seid doch erst seit zwei Wochen getrennt". Das ist ein Moment, in dem wir uns bedanken sollten. Danke, dass wir uns rechtfertigen müssen.

Gibt es denn einen unsichtbaren Keuschheitsgürtel, der sich im Moment der Trennung um uns legt, und der uns jeden Kontakt zur restlichen Männerwelt strikt untersagt? Für Politiker, die nach ihrem politischen Amt in die Wirtschaft wechseln wollen, wird eine Karenzzeit gefordert. Viele scheinen so etwas auch frisch Getrennten aufzwingen zu wollen.

Wie schnell geht entlieben?

Doch wieso überhaupt? Aus Respekt vor unserem Ex, meinen manche. Gut, dass wir nicht zwei Tage nach der Trennung vor dem Exfreund die Mandeln eines anderen abtasten, gebührt tatsächlich ein gewisser Anstand. Dem Ex Fotos von sich mit dem neuen Date zu schicken auch. Aber wer kann von uns verlangen, dass wir uns einschließen oder mit Scheuklappen durch die Stadt gehen?

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Andere meinen, so schnell können wir uns doch gar nicht ent- und neu verlieben. Niemand behauptet, seinen künftigen Ehemann kennenlernen zu wollen. Daten macht Spaß, wir lernen Jungs kennen, testen unseren Marktwert, und schließlich müssen wir nach einer Beziehung erst einmal wieder herausfinden, ob wir noch flirten können.

Und wenn aus dem anfänglichen Flirt doch echte Gefühle werden? Großartig was spricht dagegen? Steuern oder unterdrücken können wir unsere Empfindungen doch sowieso nicht.

mikeshots/depositphotos

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Wer sich gut damit fühlt, kann sich ausleben

Denn nach einer Trennung ist es wichtig, rauszugehen, um sich abzulenken und um auf neue Gedanken zu kommen. Egal ob wir verlassen wurden oder ob wir selbst Schluss gemacht haben: Ein Beziehungsende ist keine Grillparty. Auf einmal fehlt jemand, der wie lange auch immer ein Teil unseres Lebens war. Es fällt nie leicht, diesen Schritt zu gehen.

Deshalb ist es umso wichtiger, sich langsam wieder an die Realität heranzutasten. Trauern und heulen ist wichtig, aber nur eine gewisse Zeit. Das Leben geht weiter und mit ihm auch unser Liebes- und Sexleben. "Fuck the pain away", also den Schmerz wegzuficken, ist für manche das richtige Rezept, das sie sich selbst verschreiben, um über den Ex wegzukommen. Solange wir vor lauter Hormonen die Gummis nicht vergessen und vorher abklären, dass es nicht mehr als Sex ist wieso nicht? Wer sich damit gut fühlt, kann sich ausleben.

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Regel Nummer 1: Sich treu bleiben

Das Wichtigste ist nur, dass wir uns dabei gut fühlen. Dass wir nicht aus Verzweiflung von Bett zu Bett hüpfen, weil wir das Gefühl haben, unser Ego pushen zu müssen. Jungs zu daten, nur um sich selbst etwas zu beweisen, ist albern.

Sich einen Ersatz-Freund zu suchen und ihm etwas vorzuspielen, nur damit wir nicht alleine sind, ist erbärmlich. Wir sollten nicht vergessen, wer wir sind, was uns ausmacht und wer wir sind. Wir müssen uns treu bleiben, um uns keinesfalls irgendwelchen Konventionen zu beugen. Meistens können wir doch selbst ganz gut einschätzen, was sich richtig anfühlt.

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Weitere Quellen: Fabian Schäfer