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Discord verbietet explizit Misgendering und Deadnaming auf seiner Plattform

Von Marco • 14.12.2023
Discord verbietet explizit Misgendering und Deadnaming auf seiner Plattform

Unsplash.com/Mariia Shalabaieva

Discord hat seine Richtlinien gegen Hate Speech aktualisiert und verbietet nun Misgendering und Deadnaming von trans Personen.

Das Wichtigste:

🌈 Discord sagt Nein zu Hass: Misgendering und Deadnaming von trans Personen sind nun offiziell verboten.

📱 Ein neues Meldesystem hilft, die Einhaltung der aktualisierten Hate Speech Guidelines zu überwachen.

🤝 Discord arbeitet mit LGBTQ+-Experten zusammen, um ein inklusives Umfeld zu schaffen.

🏳️‍🌈 Der Interessenverband GLAAD lobt das Engagement von Discord für die LGBTQ+-Community.

In einer Zeit, in der viele soziale Medien für LGBTQ+-Personen zunehmend unsicherer werden, hat Discord, die bei Gamern beliebte Social-Media- und Messaging-App, einen bedeutenden Schritt unternommen.

Die Plattform hat ausdrücklich das Misgendering und Deadnaming von trans Menschen verboten.

Dieser Schritt ist Teil einer Aktualisierung ihrer Richtlinien gegen Hassrede, die ursprünglich im April 2022 beschlossen und kürzlich öffentlich gemacht wurde.

Discord führt neues Warnsystem ein

Discord hat nicht nur seine Richtlinien gegen Hate Speech aktualisiert, sondern auch ein Warnsystem eingeführt, um die Einhaltung dieser Richtlinien zu gewährleisten.

Nutzer, die gegen die Regeln verstoßen, erhalten von Discord eine direkte Nachricht über ihren Verstoß. Die Konsequenzen hängen von der Schwere des Verstoßes, der Art des Nutzerinhalts und der Vorgeschichte des Nutzers ab.

Verstöße können zum vorübergehenden Verlust bestimmter Funktionen der Plattform führen, von einigen Stunden bis zu einem Jahr.

Zusammenarbeit mit Experten und Organisationen

Discord selbst betont die Wichtigkeit eines sicheren Raumes und arbeitet dafür nach eigenen Angaben mit Experten und Organisationen zusammen.

Obwohl nicht spezifiziert wurde, mit welchen Organisationen sie in dieser Hinsicht zusammengearbeitet haben, lobte die Interessenvertretung GLAAD Discords Vorgehen.

GLAAD stellt fest, dass Misgendering und Deadnaming in den letzten Jahren zu den häufigsten Formen von Hass und Verachtung gegenüber trans und nicht-binären Menschen in sozialen Medien geworden sind.

Vergleich mit anderen Plattformen

Laut dem Social Media Safety Index 2023 von GLAAD, der große Social-Media-Plattformen anhand ihrer LGBTQ+-Richtlinien bewertet, gibt es trotz Verbesserungen noch viel zu tun.

Instagram führt die Liste mit 63 % an. Bemerkenswert ist, dass X (früher bekannt als Twitter), dessen CEO Elon Musk ist, seine Richtlinien gegen Misgendering und Deadnaming zurückgenommen hat und "cis" als Schimpfwort betrachtet.

Der Schritt von Discord ist ein wichtiges Zeichen für die LGBTQ+-Community und ein Vorbild für andere soziale Medien.

Es zeigt, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Nutzer an erster Stelle stehen sollten und setzt ein klares Zeichen gegen Hass und Diskriminierung.

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