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AfD will Gesetz zur Aufhebung der Ehe für alle

AfD will Gesetz zur Aufhebung der Ehe für alle

Rawpixel/Depositphotos

Geht es nach dem Willen der AfD soll schon bald wieder Schluß sein mit der Ehe für alle. Die Partei möchte, dass die gleichgeschlechtliche Ehe wieder abgeschafft wird und will am 11. Oktober darüber im Bundestag debattieren lassen.

Kurz vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen beantragte die AfD eine Beratung über ihren Entwurf "eines Gesetzes zur Aufhebung der gleichgeschlechtlichen Ehe".

Ulle Schauws und Sven Lehmann, Sprecherin und Sprecher für Queerpolitik von Bündnis 90/Die Grünen sagten dazu in einer Pressemitteilung:

"Die AfD zeigt wieder ihr hässliches Gesicht. Sie zurück in Zeiten, in der die Liebe zwischen zwei Frauen oder zwei Männern gesetzlich diskriminiert wurde. Ein Jahr nach Inkrafttreten der Ehe für alle, ein Jahr nach tausenden gleichgeschlechtlichen Hochzeiten will diese Partei den Menschen ihr Glück und ihre Rechte wieder nehmen. Das ist schäbig und zynisch."

Weiter sagen sie: "Die AfD ignoriert damit auch die gesellschaftlichen Realitäten und die große Mit-Freude und Solidarität, die Paare gleichen Geschlechts in Deutschland erfahren."

Ein Jahr "Ehe für alle": Tausende Paare haben geheiratet
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Seit knapp einem Jahr gibt es sie jetzt schon - die Ehe für alle. Seitdem haben bundesweit mindestens 7.000 Männer- und Frauenpaare geheiratet.

Im Schweriner Landtag hatte die AfD schon vor zwei Wochen gefordert, die Landesregierung solle gegen die Ehe für alle beim Bundesverfassungsgericht klagen. Alle anderen Parteien stimmten gegen den Antrag.

Seit Oktober 2017 können schwule und lesbische Paare in Deutschland heiraten.

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