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US-Studie zeigt: mehr LGBTQ-Akzeptanz durch Sichtbarkeit in der Werbung

US-Studie zeigt: mehr LGBTQ-Akzeptanz durch Sichtbarkeit in der Werbung

Shelby Cohron/Unsplash.com

Wer in den Medien LGBTQ-Personen sieht, akzeptiert sie deutlich besser.

Die Medienpräsenz von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen in der Werbung und in Kino- und Fernsehproduktionen steigert die Akzeptanz in der übrigen Bevölkerung.

Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Umfrage der in den USA ansässigen LGBTQ-Organisation GLAAD, zusammen mit dem Konzern Procter & Gamble. An der Umfrage nahmen mehr als 2000 erwachsene US-Bürgerinnen und US-Bürger von November bis Dezember 2019 teil.

Mit einem jährlichen Werbeetat von über zehn Milliarden Dollar steht Procter & Gamble an der Spitze der werbenden Firmen. Mit Blick auf die Umfragen versprach der Konzern aus Ohio noch eine Steigerung seiner LGBTQ-Werbung. Er besitzt zahlreiche bekannte Marken, darunter Lenor, Gillette und Oil of Olaz.

Zu den Ergebnissen der Studie: 48 % der nicht queeren Befragten, die im letzten Vierteljahr in der Werbung mit LGBTQ-Personen konfrontiert worden sind, sagten aus, dass sie Lesben und Schwule in letzter Zeit mehr akzeptieren.

Diese Aussage tätigten nur 35 % von denen, die von dieser Gruppe in den Medien nichts mitbekommen haben. Ebenso kann dieser Unterschied bei Fragen nach Bisexuellen (45 % gegen 31 %), nicht-binären Menschen (41 % gegen 30 %) und Transmenschen (44 % gegen 33 %) festgestellt werden.

John Cameron/unsplash.com

Außerdem haben Befragte, die queere Personen in den Medien wahrgenommen haben, weniger Probleme mit gleichgeschlechtlichen Hochzeiten, händchenhaltenden Homosexuellen, oder der Mitteilung, dass ihr behandelnder Arzt homosexuell ist.

GLAAD-Chefin Sarah Kate Ellis zeigt sich zufrieden: Die Studie sende die starke Botschaft an die Medien und Markenwelt, dass Filme und Werbung mit LGBTQ-Menschen nicht nur gut für das Geschäft sind, sondern auch gut die Gesellschaft. Gerade während der Corona-Krise nehme der Medienkonsum stark zu. Medien seien dann wie ein Rettungsring für isolierte LGBTQ-Menschen. In dieser Zeit sollten Firmen auf mehr und bessere Werbung mit LGBTQ setzen.

Der Sprecher von Procter & Gamble, Marc Pritchard versprach, dass sein Konzern vermehrt auf das entsprechende LGBTQ-Marketing bauen werde. Auf Klischees werde dabei verzichtet. Da man aber noch am Anfang der LGBTQ-Inklusion stehe, müssen alle noch viel lernen, so Pritchard.

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