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"Irgendwo dazwischen" - Kurzfilmtrilogie zum Thema Gender

"Irgendwo dazwischen" - Kurzfilmtrilogie zum Thema Gender

Queerblick

Die dreiteilige Webserie "Irgendwo Dazwischen" erzählt die Geschichte von Alex.

"Mein Leben ist gechillt. Ich studiere. Mache Party. Hab 'ne hübsche Freundin. Es ist ein unbeschwertes Leben. Wäre es jedenfalls normalerweise. Aber diese Person bin nicht ich. Jedenfalls nicht alles von mir." So beginnt sich Alex vorzustellen. Alex ist ein junger Mensch.

Die Zuschauer erleben ihn zunächst als Mann. Aber Stück für Stück wird deutlich, dass Alex auch Frau ist. Denn darum geht es in "Irgendwo dazwischen": Alex entdeckt, dass seine geschlechtliche Identität mehr ist als nur Mann zu sein.

Alex begibt sich auf die Suche nach sich selbst und überschreitet die Grenzen, die er vorher gelebt hat. Er rasiert sich die Beine, glättet die Haare, trägt ein Kleid.

Die ersten öffentlichen Gehversuche als Frau bringen Alex in eine Bar, wo sie sich prompt in den aufreißerischen Kai verguckt. Damit ist das Chaos perfekt und verkompliziert die Situation von Alex.

Neben der Identitätsfrage kommt nun noch das Gefühlschaos hinzu, in dem Alex zwischen bisheriger Freundin Pina und der Barbekanntschaft Kai steht. Wie sich die Geschichte entwickelt, gibt es in drei episodenhaften Kurzfilmen auf YouTube zu sehen.

Für Drehbuch und Regie zeichnet sich Katharina Schacke verantwortlich, die "Irgendwo dazwischen" im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule der Bildenden Künste Saar mit Kommilitonen produziert hat. Zu ihren Mistreitern zählt auch Jaro Weiter, der die Rolle von "Alex" übernommen hat.

Besonders die Besetzung von Alex mit Jaro sorgte - trotz aller Lorbeeren für den Film - auch für vereinzelt Kritik aus der Trans-Community. Der Vorwurf lautet: Eine trans Frau mit einem cis Mann zu besetzen, sei daneben. Aber ist Alex überhaupt eine trans* Frau?

"Uns war wichtig, dass es offen bleibt, da dieser Weg auch für jeden individuell ist und ein großes Chaos bedeuten kann, in dem man selbst nicht weiß, wer man ist und wo man hinwill", beschreibt Regisseurin Schacke ihr Anliegen.

Queerblick

"Genau dieses Dilemma wollten wir dem Zuschauer nahebringen, in dem wir die Figur Alex zeichnen, von der wir anfangs selbst nicht wussten, welchen Weg er*sie gehen wird bzw. wo er*sie ankommt."

Dass dieser Weg ohne Diskriminierung passieren sollte, wünschen sich Schacke und Weiter. Aber aus Gesprächen mit trans* Personen und aus den eigenen Erfahrungen beim Dreh wissen sie, dass es noch viel zu tun gibt.

"Bei dem Dreh gab es unangenehme Situationen. Wir drehten nachts in Kneipenvierteln auf der Straße. Dort begegneten uns Barbesucher, die sich lustig über mich machten, mir Sachen hinterher riefen oder einfach nur gafften"

Damit derartige Reaktionen irgendwann der Vergangenheit angehören, hofft Schacke, dass sie mit "Irgendwo dazwischen" die Zuschauer anregen kann, "Respekt zu entwickeln für Menschen, die sich selbst finden müssen."

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