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Video: Eure Fragen an einen HIV-positiven Menschen!

Video: Eure Fragen an einen HIV-positiven Menschen!

DBNA

“Ich durfte durch meine eigene Infektion sehr schmerzhaft lernen, dass diese Vorurteile Blödsinn sind”.

Sebastian lebt ein Leben wie jeder andere auch - allerdings ist er, wie fast 90.000 andere Menschen in Deutschland, HIV-positiv. Im Video redet er darüber, wie die Diagnose sein Leben verändert hat und mit welchen Vorurteilen er zu kämpfen hat. Infiziert hatte er sich im Sommer 2013. Als er nach zahlreichen Arztbesuchen keinen Grund für seine grippeähnlichen Symptome gefunden hatte, ging er zur Aidshilfe in Wien - und bekam dort die Diagnose: HIV-positiv

“Oh scheiße, jetzt ist eigentlich alles vorbei”

Das war sein erster Gedanke, als er die Diagnose bekam. Er brauchte zwar einige Zeit um mit der Krankheit klarzukommen, doch inzwischen fühlt sich Sebastian fitter und gesünder als je zuvor, denn durch seine Infektion lernte er, sich mit seiner Gesundheit auseinanderzusetzen. Außerdem brachte sie ihn dazu, sich ehrenamtlich bei der AIDS-Hilfe zu betätigen - und veränderte letztendlich sein Leben zum positiven.

Die Reaktionen seiner Freunde und Familie waren ausschließlich positiv - er konnte mit ihnen über seine Infektion reden, was ihm auch bei der Verarbeitung des anfänglichen Schocks half. Auch sein fester Freund, den er erst nach seiner Diagnose kennenlernte, wusste von Anfang an über seinen Status bescheid und kam damit wunderbar klar.

“Das Klischee ist halt, dass man ‘rumhurt’, wie man bei uns in der Community so schön sagt”

Das Vorurteil, HIV-positive Menschen würden sich “durch die Gegend schlafen”, trifft auf ihn nicht zu. Zum Zeitpunkt seiner Infektion war Sebastian in einer festen Beziehung, weshalb die Diagnose umso überraschender war.

Auch dem gängigen Vorurteil, man sei schon bei bloßer Berührung mit einem HIV-positiven Menschen infiziert, widerspricht er: Da er unter Therapie und das Virus unter der Nachweisgrenze ist, kann Sebastian selbst bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr niemanden mit HIV anstecken. Trotzdem rät er davon ab, da dabei natürlich zahlreiche andere Krankheiten übertragen werden können, vor denen die Therapie nicht schützt.

Er selbst hatte in seinem Leben nur wenig mit Diskriminierung aufgrund seiner Infektion zu kämpfen, jedoch geht das nicht allen so. Freunden von ihm seien ärztliche Behandlungen verweigert worden und unnötige Hygienemaßnahmen getroffen, berichtet Sebastian.

Mehr über das Krankheitsbild, Reisen mit HIV und die Therapie erfahrt ihr in unserem neuen Youtube Video.

Dies ist ein Beitrag von unserem DBNA´ler Nils (niils), RainbowWarrior und dem Queer Content Network.

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