Sehen

Doch kein öffentlich-rechtlicher Jugendsender?

DBNA Team Von DBNA Team

Die Fernsehchefin des Westdeutschen Rundfunks, VerenaKulenkampff, hat die Pläne für einen eigenen Jugendsender von ARD undZDF kritisiert. Sie will junge Zuschauer lieber über das Internet und das Digitalfernsehen erreichen.

(dbna.de / dwdl.de) Die Fernsehchefin des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Verena Kulenkampff, hat die Pläne für einen eigenen Jugendsender von ARD und ZDF kritisiert. "Ein eigener Kanal wäre nicht finanzierbar", sagte sie gegenüber der Tageszeitung Westfälische Rundschau aus Dortmund. Der Chef des Mitteldeutschen Rundfunks, Udo Reiter, hatte zuvor einen eigenen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal ins Gespräch gebracht (dbna berichtete). Kulenkampff ist überzeugt, dass die Rundfunkgebühren nicht erhöht werden, um genug Geld für einen solchen Sender zu bekommen.

Sie will junge Zuschauer lieber über das Internet und das Digitalfernsehen erreichen. "Die Zielgruppe will Unterhaltung zeitunabhängig nutzen können", so die WDR-Frau. Bei den Angeboten will sie weniger auf neue Formate setzen und lieber die Angebote für Jugendliche besser zusammenstellen, die es im öffentlich-rechtlichen Fernsehen schon gibt. Das seien zum einen Unterhaltungssendungen und zum anderen: "Sport, Sport, Sport, vor allem Fußball." Ein Problem dabei dürfte sein, dass die Ministerpräsidenten im Juni beschlossen haben, dass die Online-Ausstrahlungen von ARD und ZDF nur eine gewisse Zeit im Netz sein sollen, Bundesliga etwa einen Tag lang, andere Sportereignisse eine Woche. Verena Kulenkampff kritisierte das: "Das ist doch absurd, jemanden im World Wide Web begrenzen zu wollen."


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Weitere Quellen: www.dwdl.de, www.sueddeutsche.de, Petra Dreiling-Schewe/www.pixelio.de