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Werbeanzeige: Regenbogen-Familie muss nach Morddrohungen aus Russland fliehen

Werbeanzeige: Regenbogen-Familie muss nach Morddrohungen aus Russland fliehen

VkusVill/Twitter

Eine Regenbogen-Familie war gezwungen, aus Russland zu fliehen, nachdem sie in einer Werbung für ein Supermarkt mitgewirkt hatte und daraufhin unzählige Morddrohungen erhielt.

Das lesbische Paar Yuma und Zhenya und ihre beiden Kinder Mila und Alina sahen sich nach einem Werbeauftritt für die russische Supermarktkette VkusVill mit derart heftigen heftigen Reaktionen konfrontiert, dass ihnen nichts mehr anderes übrig blieb, Russland zu verlassen.

Die Familie ist inzwischen nach Spanien geflohen.

"Hier müssen wir unser Glück, eine Familie zu sein, nicht verbergen. Wir haben noch keine endgültige Entscheidung getroffen, ob wir in Spanien bleiben werden und wenn ja, wie lange. Aber wir haben nicht vor, in absehbarer Zeit nach Russland zurückzukehren"
Yuma gegenüber rferl.org

VkusVill schaltete die Anzeige ursprünglich am Ende des Pride-Monats als Teil einer Serie, in der die Stammkunden des Unternehmens vorgestellt wurden.

Das Paar erklärte in der Anzeige, dass "Familie nicht nur Blutsverwandtschaft oder ein Stempel im Reisepass ist", und fügten hinzu: "Familie sind Menschen, die wir lieben. Diejenigen, die uns immer unterstützen und beschützen können."

Die Regenbogen-Familie war zunächst nur auf der Website des Unternehmens zu sehen. Nachdem das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit mit einer Flut von Haßkommentaren überschwemmt worden war, distanzierte sich der Supermarkt schnell von der Familie.

Innerhalb weniger Tage wurde die Anzeige entfernt und VkusVill veröffentlichte eine Entschuldigung, die vom Gründer und mehreren anderen leitenden Angestellten unterzeichnet war.

Darin hieß es: "Es gab einen Artikel an dieser Stelle, der die Gefühle einer großen Anzahl unserer Kunden und Mitarbeiter verletzte. Wir bedauern, dass es dazu gekommen ist und halten diese Veröffentlichung für einen Fehler, der Ausdruck der Unprofessionalität einzelner Mitarbeiter war."

Wegen dieser Entscheidung sah sich die Familie üblen homophoben Beschimpfungen ausgesetzt, die per Telefon und über die sozialen Medien auf sie einprasselten.

Wie Reuters berichtet, lehnte es Vkusvill ab, die Flucht der Familie aus Russland zu kommentieren.

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Weitere Quellen: rferl.org/Pinknews