Leben

Sperma unerwünscht

Redaktion Von Redaktion

Das FDA (Food and Drugs Administration) führt neue Regeln bezüglich der anonymen Samenspende an amerikanischen Samenbänken ein. Nach den neuen Regeln sollen Männer, die in den letzten 5 Jahren homosexuelle Kontakte hatten, von der Samenspende ausgenommen werden. Als Begründung wird dabei das HIV-Risiko angegeben, das bei Homosexuellen  höher  ist. Mit derselben Begründung dürfen Schwule  in Deutschland kein Blut spenden. 
 
Ärzte kritisieren das Vorhaben der FDA, da es Männer, die ungeschützten Geschlechtsverkehr mit potentiell HIV-infizierten Prostituierten nur für 1 Jahr sperren, einen Mann, der mit einem anderen Mann Sex hatte für 5 Jahre, auch wenn dieser Sex in einer festen, monogamen Beziehung geschah. Ein Schwuler müsste also 5 Jahre abstinent leben, um Sperma spenden zu dürfen. 
 
Der Schwulenverband Lambda legal protestierte gegen diese Regelung und machte einen Gegenentwurf, der frei von sexueller Diskriminierung war: Jeder Mensch, der mit einem potentiell HIV-infizierten Menschen Verkehr hatte, ganz egal ob hetero- oder homosexuellen Kontakt, solle für 12 Monate gesperrt werden. Doch dieser Vorschlag wurde von der FDA abgelehnt. Nun gibt es einige private Samenbanken, die ausdrücklich homosexuelle Samenspenden begrüßen und auf diese Weise gegen die Diskriminierung der FDA angehen. 

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Weitere Quellen: gay.com