Leben

Schwules Küssen ist ekelhaft

DBNA Team Von DBNA Team

(dbna.de / taz.de) Schüler aus Bremen haben den Zusammenhang von Religion und Homophobie erforscht. Dazu befragten sie rund 1.000 Schüler und Lehrer an zwei Bremer Schulen. Das berichtet die taz in ihrem Regionalteil Bremen.

Die Schüler fragten unter anderem danach, wie es ankäme, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssten. 85 Prozent der befragten muslimischen Schüler fanden das ekelhaft. Dem stimmten aber auch 41 Prozent derjenigen zu, die die Untersucher als "ur-deutsch" einsortiert haben. Immerhin jede zehnte Lehrkraft ekelt sich, wenn sie ein küssendes schwules oder lesbisches Pärchen sieht.

Ein gutes Drittel der befragten Schüler fand Homosexualität unmoralisch. Auch hier zeigten sich große Unterschiede: über 60 Prozent der Muslime, knapp 40 Prozent der Katholiken und gut 20 Prozent der Nicht-Gläubigen stimmten dem zu. Allerdings zeigten sich auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 50 Prozent der Jungs und 22 Prozent der Mädchen fanden Schwul- und Lesbischsein unmoralisch.

Zudem stellten die Schüler fest, dass auf dem Schulhof seltenerSchwulen-Schimpfworte benutzt wurden, seit angefangen wurde, überHomosexualität zu reden. Die Ergebnisse will die Schülergruppe am Montagabend auf der Bremer "Nacht der Jugend" vorstellen.

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Weitere Quellen: www.taz.de, istockphoto.com/Libby Chapman