(dbna.de / 365gay.com) Jährlich treffen sich die Bürgermeister der Städte London, Paris, Berlin und Moskau und tauschen sich über verschiedene Themen aus. In diesem Jahr musste Juri Lushkov viel Kritik von seinen Kollegen aus den drei westeuropäischen Hauptstädten einstecken: Seine Haltung gegenüber Schwulen und Lesben sei nicht tragbar.

Bertrand Delanoe (Paris) und Klaus Wowereit (Berlin) leben offen schwul und das Oberhaupt der britischen Hauptstadt London - Ken Livingstone - ist ein starker Kämpfer für die Rechte von Schwulen und Lesben. "Die Diskriminierung von Minderheiten ist durch nichts zu rechtfertigen", so Livingstone. Doch Lushkov sieht sich ungerecht behandelt: "Russland hat ein Gesetz zur legalisierung von Homosexualität bereits 1953 verabschiedet und seit damals haben in Moskau zahlreiche Homo-Clubs eröffnet. Die Besucher dieser Clubs werden nicht verfolgt", so der russische Politiker.

"Die Frage dreht sich nicht um Diskriminierung oder Verfolgung, sondern um Propaganda. Homosexuelle Propaganda kann in Moskau nicht akzeptiert werden, weil die Mehrheit der Gesellschaft die Praktiken dieser untraditionellen sexuellen Orientierung nicht akzeptiert", so Lushkov gegenüber der Presse. Die Kritik seiner Kollegen habe der Russe nicht angenommen.

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