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Protest gegen Trump: YouTuber kauft Ort und nennt ihn "Gay Hell"

Protest gegen Trump: YouTuber kauft Ort und nennt ihn "Gay Hell"

elijahdaniel/Twitter.com

Der 25-jährige YouTuber Elijah Daniel hat das kleine Dorf "Hell" im US-Bundesstaat Michigan gekauft und es in "Gay Hell" umbenannt. "Gay Hell" hat rund 70 Einwohner.

Damit will er gegen ein Verbot von US-Präsident Donald Trump protestieren, dass US-Botschaften im "Pride Monat" Juni keine Regenbogenfahnen hissen dürfen.

"Ich habe den ganzen Ort gekauft", sagte Daniel in einem Tweet.

"Meine erste Amtshandlung als Besitzer war es, mein Dorf in "Gay Hell" umzutaufen. Die einzigen Fahnen, die man hier hissen darf, sind Regenbogenfahnen."

Später sagte Daniel in einem Interview mit dem Sender NBC, dass seine Flaggenregel nur ein Witz sei und es kein Verbot für andere Flaggen gebe.

Der schwule YouTuber hat über eine halbe Million YouTube-Abonnenten.

"Ich habe ein junges Publikum von 16 bis 24 Jahren, das sich nicht mit Politik beschäftigen würde, wenn es nicht auf eine lustige Art und Weise wäre", sagte Daniel zu NBC.

Für die Bewohner von Hell ist Daniel kein Unbekannter. Bereits im Jahr 2017 war er vor Ort und wurde für einen Tag Bürgermeister. Er ergriff die Gelegenheit und verbot allen Heterosexuellen, das Dorf zu betreten.

"Ich versuche nur, Spaß zu haben und mein Publikum politisch zu motivieren", so der Youtuber.

Verbot von Regenbogenfahnen

Trump hat US-Botschaften im "Pride Monat" verboten, Regenbogenfahnen am offiziellen Flaggenmast zu hissen. In vielen Ländern war es für US-Botschaften inzwischen Tradition, mit Regenbogenfahnen Stellung zu beziehen.

Vizepräsident Mike Pence verteidigte Trumps Entscheidung und sagte, er unterstütze die Ansicht des Präsidenten, dass nur US-Flaggen auf US-Botschaften wehen dürfen.

Viele US-Botschaften wurden nach dem Verbot kreativ und schmückten einfach ihre Gebäude selbst mit Pride-Fahnen. In einigen Ländern wurde die Botschaftsgebäude mit bunten Scheinwerfern bestrahlt.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte das Hissen der Regenbogenfahnen ausdrücklich erlaubt.

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