Leben

Nach Amtsantritt des neuen Präsidenten: LGBT in Brasilien schutzlos

Wenige Stunden nach seinem Amtseid hat der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Menschen in Brasilien beschnitten.

In einer Anordnung entzog er dem neuen Menschenrechtsministerium die Zuständigkeit für LGBT-Angelegenheiten.

Künftig gibt es keine Behörde mehr, die sich um den Schutz sexueller Minderheiten kümmert.

Es bestätigt sich die Angst vieler Schwuler und Lesben in Brasilien, die sie seit der Wahl des Rechtspopulisten Jair Bolsonaro zum Präsidenten haben.

Bolsonaro macht keinen Hehl daraus, dass er Homosexuelle hasst. In einem Interview im Jahr 2011 sagte er:

„Ich könnte einen homosexuellen Sohn nicht lieben. Ich werde da nicht scheinheilig sein.“

Er fügte hinzu:

„Ich würde es vorziehen, dass mein Sohn bei einem Unfall ums Leben kommt, als dass er hier mit einem Typen mit Schnurrbart auftaucht.“

Die LGBT-Community in Brasilien befürchtet, dass die Ehe für alle wieder abgeschafft wird.

Daher haben noch viele schwule und lesbische Paare vor dem Amtsantritt von Bolsonaro geheiratet. Nach Angaben des Notarverbandes stieg die Zahl der gleichgeschlechtlichen Ehen in Brasilien im November und Dezember um 66 Prozent.

Eine weitere Sorge ist, dass sich die Stimmung im Land gegenüber sexuellen Minderheiten verschlechtert.

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