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Umfrage der BZgAgA

Konversionstherapien in Deutschland: Ein anhaltendes Problem

Konversionstherapien in Deutschland: Ein anhaltendes Problem

via Canva

​Trotz des teilweisen Verbots von Konversionstherapien in Deutschland vor drei Jahren sind diese sogenannten "heilenden" oder unterdrückenden Behandlungen der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität immer noch weit verbreitet.

Diese "pseudowissenschaftlichen Therapien" versuchen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität eines Menschen zu verändern oder zu unterdrücken.

Erschreckende Zahlen und Fakten

Laut einer aktuellen Umfrage unter mehr als 3.500 queeren Menschen wurden fast einem Drittel der Befragten Methoden vorgeschlagen, um ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität zu ändern oder zu unterdrücken.

Noch alarmierender ist die Tatsache, dass diese Vorschläge oft in verschiedenen Kontexten gemacht wurden - in religiösen Gemeinschaften, in Kliniken, in Schulen, bei Beratungen oder Psychotherapien und sogar in der Familie. Dies zeigt, wie tief diese schädlichen Praktiken in unserer Gesellschaft verwurzelt sind.

Umfrage unter Fachleuten

Zusätzlich zu der oben genannten Umfrage wurden auch etwa 600 Psychotherapeut*innen und Seelsorger*innen befragt. Die Ergebnisse waren erschütternd: Etwa ein Viertel der Seelsorger*innen wusste von Konversionstherapien, die sogar nach Inkrafttreten des Gesetzes durchgeführt wurden. Noch beunruhigender ist, dass 14 Prozent der Psychotherapeut*innen und 32 Prozent der Seelsorger*innen der Meinung waren, es könne Umstände geben, in denen Konversionstherapien gerechtfertigt seien.

Unterstützung für Betroffene

Um Menschen zu unterstützen, die mit diesen Praktiken konfrontiert sind, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Beratungstelefon unter der Nummer 0221 8992 876 zum Schutz vor Konversionstherapien eingerichtet. Dieses kostenlose und anonyme Beratungsangebot steht allen zur Verfügung, die Informationen oder persönliche Unterstützung benötigen.

Weitere Informationen auf der Webseite von Liebesleben.de gibt es auch in arabischer, englischer, russischer, türkischer und ukrainischer Sprache.

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