Leben

Kluge Köpfe

Christian Brandl Von Christian Brandl

Während Wissenschaftler lange der Meinung waren, zwischen Männern und Frauen gäbe es im Bezug auf den Intellekt keine großen Unterschiede, scheint eine neue amerikanische Studie nun das Gegenteil zu belegen: in einem Intelligenztest unter 100.000 Jugendlichen zwischen 17 und 18 Jahren schnitten die Jungen deutlich besser ab, als ihre weiblichen Altersgenossinnen.

Der "Scholastic Assessment Test (SAT)" muss von amerikanischen Universitäts-Anwärtern absolviert werden und dessen Auswertung brachte erstaunliche Ergebnisse zu Tage: Um durchschnittlich 3,69 Punkte waren die männlichen Teilnehmer den weiblichen Testkandidatinnen voraus. Auch der sogenannte "g factor", der Aufschluss über die allgemeine Intelligenz eines Menschen geben soll, lag bei den männlichen Teilnehmern höher.

"Der Vorsprung der männlichen Testeilnehmer war unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit, Einkommen oder Bildung der Eltern", erklärte Philippe Rushton von der University of Western Ontario, der die Studie gemeinsam mit seinem Kollegen Douglas N. Jackson durchgeführt hatte. Vor dem 18. Lebensjahr sei jedoch kein eklatanter Unterschied zwischen Jungen und Mädchen festzustellen gewesen. Dies erklären sich die Forscher durch die schnellere Reife der Mädchen.

Nach Meinung der Wissenschaftler dürfe aufgrund dieser Ergebnisse jedoch nicht vorschnell geurteilt werden: Allein aufgrund von Intelligenztests könne man keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Veranlagung der Probanden ziehen. Dies erklärt möglicherweise auch, warum Mädchen und junge Frauen in Prüfungssituationen meistens besser abschneiden als junge Männer.

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