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Innenministerkonferenz: LSBTI-feindliche Hasskriminalität erstmalig auf Tagesordnung

Innenministerkonferenz: LSBTI-feindliche Hasskriminalität erstmalig auf Tagesordnung

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Die nächste Innenministerkonferenz wird sich erstmalig mit Hasskriminalität gegen Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen befassen.

Tagtäglich werden in Deutschland Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen bedroht und angegriffen. Allein im letzten Jahr wurden 782 Fälle registriert.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat nun angekündigt, das Thema homophobe und trans-feindliche Gewalt erstmalig auf die Tagesordnung der nächsten Innenministerkonferenz zu setzen.

„Wenn wir im Bereich der LSBTIQ-feindlichen Hasskriminalität von einer bundesweiten Dunkelziffer von 80 bis 90 Prozent sprechen, dann wird es höchste Zeit, den Scheinwerfer anzumachen und diesen Bereich auszuleuchten.“

Das sagte Geisel bei der Veranstaltung „#Gemeinsambunt für Vielfalt, gegen Hass und Ausgrenzung“ in Berlin.

Der LSVD bedankt sich in einer Pressemitteilung bei Geisel, dass sich die nächste Innenministerkonferenz erstmalig mit LSBTI-feindlicher Hasskriminalität befassen wird:

„Das ist ein bedeutendes Signal an die queere Community. Das Thema gehört auf die innenpolitische Agenda von Bund und Ländern.“
Henny Engels, Mitglied im Bundesvorstand des LSVD

„Wir müssen homophobe und transfeindliche Gewalt klar benennen, damit sie nicht in der allgemeinen Begriffsstatistik untergeht. Queere Menschen werden ja deshalb angegriffen, weil sie sich offen queer zeigen.“ , sagte Geisel bei der Veranstaltung.

Allein in den letzten sechs Wochen seien 12 sehr gewalttätige Angriffe gegen queere Menschen in Berlin bekannt geworden. „Das müssen wir klar und deutlich verurteilen“, so Geisel.

Berlin sei eines der wenigen Bundesländer, in denen Zahlen über homophobe und transfeindliche Gewalt erhoben werden. Dies müsse bundesweiter Standard werden, forderte der Innensenator.

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Homophobie