Leben

Hinrichtung

Patrick Fina Von Patrick Fina

(dbna.de / queer.de) Der 27-jährige irakische Homo-Aktivist "Bashar" wurde am vergangenen Donnerstag in Bagdad von Mitgliedern einer religiös motivierten Miliz hingerichtet. "Bewaffnete durchsiebten ihn mit Kugeln aus nächster Entfernung", erklärte der britische Schwulenrechtler Peter Tatchell. Bashar, dessen Nachname unbekannt ist, war Koordinator der schwul-lesbischen Selbsthilfegruppe "Iraqi LGBT", die "sichere Häuser" für Schwule und Lesben in Bagdad organisiert, in denen sie nachts Schutz vor den mordenden Milizen finden können.

Bis 2001 war Homosexualität im Irak legal, dann erließ der ehemalige Staatspräsident Saddam Hussein ein Verbot. Seitdem können Homosexuelle wegen "unsittlichen Verhaltens" oder "Verbreitung von Krankheiten" belangt werden. Religiös motivierte Milizen versuchen seit dem Sturz Husseins, ihre strenge Auslegung des Koran durchzusetzen. Sie töten Ehebrecher, Frauen in "unzüchtiger" Kleidung sowie Schwule und Lesben. 2006 stellten die Vereinten Nationen fest, dass im irak immer mehr Mitglieder sexueller Minderheiten Opfer von Hinrichtungen werden.

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Weitere Quellen: www.queer.de, www.iraqilgbtuk.blogspot.com, www.petertatchell.net, Jan-Henrik Wiebe/www.jugendfotos.de (CC-Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de)