Leben

Grünes Licht

Christian Brandl Von Christian Brandl

Koalition in Österreich einigt sich auf Regelungen zur Homo-Ehe. Ab dem 01. Januar können Schwule und Lesben in der Alpenrepublik ihre Partnerschaft eintragen lassen.

(dbna.de / oe24.at) Nach langem Ringen hat sich die österreichische Regierungskoalition aus ÖVP und SPÖ nun doch auf eine Lösung für die Homo-Ehe einigen können. So sollen gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft ab dem 1. Januar 2010 eintragen lassen können.

Die Einigung zur eingetragenen Partnerschaft für Schwule und Lesben ist der Regierung offensichtlich schwergefallen: bis 6.30 Uhr früh habe man am Dienstag verhandelt, um die Homo-Ehe noch am Vormittag im Ministerrat einbringen zu können.

Ein fauler Kompromiss?

Ihre Vorstellungen hinsichtlich der Gesetzgebung konnte die SPÖ nicht verwirklichen: konservative ÖVP-Kreise verhinderten, dass die Homo-Ehe auf den Standesämtern geschlossen wird. Darüber hinaus ist eine Adoption - auch die Stiefkindadoption - für schwule und lesbische Paare nicht möglich. Die liberalere Lösung, wie sie der ÖVP-Politiker Josef Pröll bereits vor zwei Jahren vorgeschlagen hatte, scheiterte damit an seinen Parteikollegen. Dennoch sieht auch die SPÖ die Einigung als Erfolg.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) bewertete die Regelung als "Erfolg", da sie "deutliche Verbesserungen" für die homosexuellen Paare im Lande bringe. Dass die Partnerschaft nicht am Standesamt geschlossen werden kann, ist für ihn ein Wermutstropfen. Grünen-Chefin Eva Glawischnig hält die Entscheidung für "vollkommen unverständlich und absurd".

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Weitere Quellen: oe24.at, iStockPhoto.com