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Er wollte Homosexuelle „umpolen“. Jetzt outet sich der "Homo"-Heiler als schwul

Er wollte Homosexuelle „umpolen“. Jetzt outet sich der "Homo"-Heiler als schwul

facebook.com/david.matheson.794

David Matheson hatte sich in den USA über viele Jahre hinweg als Homo-"Heiler" einen Namen gemacht. In einer Praxis in Utah widmete er sich der Therapie von schwulen Männern, die er "auf den rechten Weg bringen" wollte.

Mit Tätigkeiten wie Holzfällen sollten Schwule zur Heterosexualität finden. Ihre sexuelle Orientierung sei schließlich falsch und krank.

Jetzt hat sich der Mormone selbst als schwul geoutet und gab seinen Ausstieg aus der „Umpolungs-Organisation“ bekannt.

Und er sucht einen Partner. Die Scheidung von seiner Frau läuft bereits.

"Meine Zeit in einer heterosexuellen Ehe und in der „Ex-gay"-Welt war echt und aufrichtig und für mich ein großer Segen.“, sagte Matheson. Jetzt habe er beschlossen, ein Leben als schwuler Mann zu führen.

"Vor einem Jahr erkannte ich, dass ich wesentliche Veränderungen in meinem Leben vornehmen musste. Mir wurde klar, dass ich nicht mehr in meiner Ehe bleiben konnte. Und ich erkannte, dass es für mich an der Zeit war, mich als schwul zu bezeichnen."

"Ich entschuldige mich unmißverständlich", sagt er zu denen, die sich durch seine jahrelangen Therapien verletzt fühlen.

Er wisse, dass er mit seiner Arbeit Menschen weh getan habe.

"Ich war gefangen im Gefängnis meiner eigenen Ideologien."

Inzwischen haben 15 Staaten in den USA die Konversionstherapie, so die offizielle Bezeichnung, zumindest bei Minderjährigen verboten. Erst in diesem Monat war der Staat New York der letzte, der dieser Gruppe beitrat.

Es wird geschätzt, dass allein in den USA bis zu 700.000 LGBTQ-Menschen von einem Homo-„Heiler“ behandelt wurden.

In Deutschland ist die Konversionstherapie bis heute erlaubt.

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