Leben

Ende der Diskriminierung?

DBNA Team Von DBNA Team

(dbna.de) Der Vatikan ist dagegen, dass Homosexuelle als Kriminelle behandelt werden. Das erklärte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi in dieser Woche. Auslöser für diese Erklärung war ein Vorschlag von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.

Dieser wollte bei den Vereinten Nationen erreichen, dass es weltweit geächtet würde, Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Identität zu diskriminieren. Die Erklärung ist einerseits ein Aufruf, Strafen für Homosexualität auf der ganzen Welt abzuschaffen. Andererseits kann man Sarkozys Vorschlag auch als Aufruf interpretieren, Partnerschaften zwischen Schwulen oder Lesben genauso zu behandeln wie herkömmliche Ehen.

Der Vatikan-Botschafter bei den Vereinten Nationen hat den Vorschlag von Nicolas Sarkozy abgelehnt. Daraufhin kam es vor dem Vatikan zu Protesten von Schwulenverbänden. Vatikan-Sprecher Lombardi stellte nun klar, der Vatikan habe sich "ausdrücklich in Bezug auf Homosexualität gegen jede Diskriminierung ausgesprochen."

Er erklärte das mit dem Katechismus, der Lehre der katholischen Kirche. Demnach solle man Menschen, die homosexuell empfinden, "mit Achtung, Mitleid und Takt" begegnen. Sex zwischen Menschen vom gleichen Geschlecht verurteilt der Katechismus.

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Weitere Quellen: www.kathpress.at, Weltkatechismus (dt. Fassung von 2003), Paul Klammer