Leben

Bekanntschaften mit Schwulen und Lesben bauen Vorurteile ab

Eine amerikanische Studie beweist, dass sich die Haltung von Personen, die Kontakt mit offen homosexuell lebenden Menschen haben, nachhaltig und spürbar verändern kann. Ist damit jeder offen homosexuell lebende Mensch ein Kämpfer für mehr Akzeptanz?

Laut der Studie des Soziologieprofessors Daniel DellaPosta von der Pennsylvania State University gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der Akzeptanz von Schwulen und Lesben und den eigenen Berührungspunkten mit diesen.

In seinem Artikel "Gay Acquaintanceship and Attitudes toward Homosexuality" griff der Professor auf repräsentative Umfragen der Universität Chicago zurück, welche seit vielen Jahren im Abstand von zwei Jahren durchgeführt werden.

Er konzentrierte sich bei seiner Untersuchung auf die Jahre vor und nach der Einführung der Ehe für alle in den USA, da diese erheblich zu einer verstärkten Präsenz in der Öffentlichkeit geführt hatte.

Studie: Acht von zehn queeren Jugendlichen erleben Diskriminierung
Studie: Acht von zehn queeren Jugendlichen erleben Diskriminierung

Obwohl in den vergangenen Jahren die Akzeptanz in Deutschland gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zugenommen hat, werden 80 Prozent der LGBTIQ*-Jugendlichen diskriminiert.

Bereits kurze Gespräche genügen

Überraschenderweise zeigte sich, dass sich die Akzeptanz für Homosexualität im Laufe der Zeit immer stärker ausgebreitet hatte. Und das nicht etwa, weil jeder Mensch mindestens einen Homosexuellen in seinem Freundeskreis hatte, sondern weil auch ein beiläufiger Kontakt genügt.

Wer regelmäßig ein paar Worte mit seinem schwulen Nachbarn wechselt oder sich in der Bar regelmäßig mit der offen lesbischen Bedienung unterhält, hat deutlich weniger Vorurteile und beurteilt Schwule und Lesben grundsätzlich positiver.

Dabei stützt sich DellaPosta unter anderem auf die sogenannte Kontakttheorie in der Soziologie. Hierbei geht man davon aus, dass der Kontakt zwischen verschiedenen Gruppen die Vorurteile und die Diskriminierungen deutlich reduzieren kann.

Genügt also bereits ein Coming-out, damit das eigene Umfeld weniger Vorurteile hegt?

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