Leben

Bayreuth: Protest für die Ehe für alle

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Bayreuth: Protest für die Ehe für alle
Dennis

Dennis aus Bayreuth wollte die Chance nutzen, dass Angela Merkel die Festspiele besucht, um für die Ehe für alle zu demonstrieren. Doch er durfte nicht am Roten Teppich stehen.

Mindestens einmal im Jahr ist im oberfränkischen Bayreuth was los: Dann nämlich, wenn die Festspiele einen Monat lang die Opern des berühmten wie umstrittenen Komponisten Richard Wagner feiern. Die Eröffnung ist ein gesellschaftliches Event ersten Ranges.

Natürlich darf auch Kanzlerin Angela Merkel nicht fehlen. Dass die Kanzlerin in seine Heimat kommt, wollte auch Dennis nutzen. Mit einem selbst gebastelten Plakat wollte er am Roten Teppich für die Ehe für alle demonstrieren. "Weil sie sagt, dass Deutschland nicht bereit dafür ist. Ich will, dass sie sieht, dass sie sich irrt: Denn Deutschland ist bereit dafür!", sagt der 18-Jährige.

Falschmeldung: Kanzlerin nicht in Ohnmacht gefallen

Nach nur fünf Minuten wurde er von Polizisten darauf aufmerksam gemacht, dass er dort nicht demonstrieren dürfe und weggehen müsste. "Ich bin richtig wütend, dass ich ihr nicht meine Meinung zeigen konnte", sagt Dennis nach der Eröffnung. Deshalb will er jetzt wenigstens einen Leserbrief für die Lokalzeitung schreiben.

Unterdessen machte eine andere Meldung im Internet die Runde: Angeblich sei die Kanzlerin während der Pause in Ohnmacht gefallen, berichtete die "Bild-Zeitung". Bis zur Entwarnung: Lediglich ihr Stuhl sei zu Bruch gegangen. 

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