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Auch Ukraine will "Homo-Propaganda" verbieten

DBNA Team Von DBNA Team
Auch Ukraine will "Homo-Propaganda" verbieten
akinbostanci /istockphoto.com

Nach Vorbild mehrerer Städte in Russland hat das Parlament der Ukraine ein Gesetz zum Verbot von Werbung für Homosexualität auf den Weg gebracht. Wie Medien in Kiew berichten, ginge es dabei vorallem "um den Schutz vor der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS".

"Werbung für gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen muss verboten werden", fordern die Initiatoren des Gesetzes. Als Beispiel nennen sie US-Filme wie "Brokeback Mountain", in denen Homosexualität öffentlich als positiv dargestellt wird. 289 der 450 Abgeordneten im ukrainischen Parlament haben für den Entwurf gestimmt. Das waren fast alle anwesenden Parlamentarier. Bei einem Verstoß gegen das Gesetz drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Bürgerrechtler haben zuvor vergebens gegen das Gesetz Widerspruch eingelegt. Sie halten das Gesetz für nicht vereinbar mit europäischem Recht.

Der Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowitsch, weigert sich noch zu sagen, ob er die Vorlage unterzeichnet. Zuvor muss das Gesetz noch in einer zweiten Sitzung des Parlamentes verhandelt werden.

Vorbild Russland

In der zweitgrößten russischen Stadt St. Petersburg ist es seit Anfang des Jahres verboten,   Minderjährige über Themen wie Homo-, Bi-, oder Transexualität aufzuklären und zu unterrichten.

So wurde der Pop-Star Madonna nach einem Konzert am 9. August in St. Petersburg von Anti-Gay-Aktivisten auf umgerechnet 8,5 Millionen EUR Schmerzensgeld verklagt, weil sich die Sängerin während ihres Konzertes mit Homosexuellen solidarisierte.

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Weitere Quellen: Spiegel, akinbostanci /istockphoto.com