Ein schwerer Schritt
Oh je, mein Coming-out... Wenn ich daran zurĂŒckdenke, wie schwer es war, sich zu outen...
Nun befand ich mich in einer Situation, die ich hasste. Ich habe mit meinem Schatz jeden Abend geschrieben und immer, wenn jemand in mein Zimmer kam, musste ich schnell alles auf dem Bildschirm schlieĂen und andere Seiten öffnen.
Weil mir das Alles auf die Nerven ging, wollte ich endlich Klarheit schaffen. Ich sprach mit meinem Freund, der in einer Organisation fĂŒr Gays usw. an seiner Uni ist. Er gab mir von seinem Kumpel den Nicknamen bei GR und auch den Tipp, bei dbna einmal zu schauen, wie andere ihr Coming-Out hatten.
Naja, ich habe es dann halt anders gemacht, als mir empfohlen wurde. Ich lockte meine Mutter ins ICQ und schickte ihr ein Bild von meinem Freund. Nach einer Weile kam zurĂŒck, was mit ihm sei und ich antwortete darauf, dass er mein Freund sei, und dass ich schwul bin. Das war nun ein tierischer Schock fĂŒr sie. Doch sie hat es relativ gut aufgenommen. Geweint hat sie trotzdem.
Am selben Abend habe ich dann mit ihr gekocht und es war eine Totenstille bei uns, was mir echt unangenehm war. Zwei Tage spÀter habe ich es dann meiner Schwester ins Gesicht gesagt, was mir relativ leicht viel. Ich weià auch nicht warum, doch ihr war es schon lÀngst klar, wer weià warum...
Mein Vater hat es beim Telefonieren mit einem anderen Freund herausgefunden, doch er hat mich bis heute noch nicht darauf angesprochen. Also im Ganzen war es schon ein relativ guter Erfolg. Ich kann meiner Mutter immer sagen, wo ich jetzt bin und muss keine Angst mehr haben. Seit dem Coming-Out fĂŒhle ich mich echt befreit in jeglicher Hinsicht.
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